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Die Wurzeln für die Gründung des Frankfurter Oratoriums liegen im sogenannten "Schwalbensteiner Kreis" - junge Priester aus dem Bistum Limburg, die sich ab 1939 monatlich zu einem geistlichen Tag auf Gut Schwalbenstein bei Diez/ Lahn treffen. Mit dem Pfarrerwechsel 1950 in der Frankfurter Pfarrei St. Bernhard formiert sich im dortigen Pfarrhaus eine Kerngruppe: Neben Alfons Kirchgässner als Pfarrer wohnen Ferdinand Fromm und Hermann Schlachter als Kapläne im Haus, ferner Ottmar Dessauer als Studentenseelsorger sowie Domvikar Karl Pehl. Das Studium der oratorianischen Konstitutionen sowie der Besuch von Leipziger und Münchner Oratorianern geben weitere Impulse, eine Gemeinschaft im Geist des hl. Philipp Neri zu gründen. Ferdinand Krenzer stößt 1951 hinzu. In der Begegnung mit dem Generalprokurator der Oratorianer, Griffith, werden die Pläne konkret. Die Wahl zwischen dem Dompfarrhaus und dem Rand der Innenstadt für den Sitz eines künftigen Oratoriums fällt zugunsten der zweiten Variante aus. Die zu dieser Zeit circa 15.000 Katholiken zählende Pfarrei St. Bernhard wird geteilt. Ihr nördlicher Teil wird zum Territorium der neuen Pfarrei St. Michael, für die in der Gellertstraße nach den Plänen von Rudolf Schwarz eine Pfarrkirche gebaut wird. 1954 wird das Gotteshaus, auf Bornheimer Gebiet zwischen Günthersburgpark und Hauptfriedhof gelegen, eingeweiht. Mit der Fertigstellung des Pfarrhauses 1956 geht das päpstliche Dekret zur Errichtung eines Oratoriums "bei St. Michael in Frankfurt am Main" einher. Zum ersten Superior wird Karl Pehl gewählt. |